365 Weintage

WAS ZU TUN IST
Es beginnt…

Die Wintersonne gibt nicht nur dem Menschen, sondern auch dem Rebstock die Kraft sich in den kühlen Monaten zu entwickeln. In diesen Tagen trifft man Andreas häufig in seinen Weingärten beim Reben schneiden an.

Der Stock treibt aus.

In der Zeit um Mai und Juni herum wird dafür gesorgt, dass der Wein in den Sommermonaten auch genug Sonne abbekommt. Überzählige junge Triebe werden entfernt, um Fäule zu verhindern, und somit die Qualität der Trauben zu sichern.

Der Tag beginnt früh.

Ab Ende Juni beginnt der Tag für Andi mit ungefähr 15°C um vier Uhr morgens, denn nun ist es Zeit, den jungen Trieben beim Wachsen zu helfen. Beim sogenannten „Einestricken“ werden die Triebe himmelwärts in das Unterstützungsgerüst aus Draht eingeschlauft. In dieser Zeit werden die Teller im Hause Artner immer leer gegessen, denn es Wir auf die Wonne des Wettergottes gehofft. Wussten Sie, dass Weinbeeren blühen?

Andi: „I foa stuzen.“

Geiztriebe kann ein Winzer gar nicht gut gebrauchen, denn sie wachsen überall – an der ganzen Rebe – und verdichten unerwünschter Weise den Stock. Zu dieser Zeit, also Juli, ist Andreas mit dem „Stuzer“ unterwegs.

Handarbeit ist angesagt.

Trockenes Klima wird Ende August vom Jungwinzer meist herbei gesehnt, denn „des Traubal“ soll ja gsund‘ bleiben. Die Blätter vor den Trauben werden entfernt. Oft muss ein kleiner Teil der Frucht eingebüßt werden, damit sich die Energie des ganzen Stocks auf die wenigen Weintrauben konzentrieren kann.

Lese soll Spaß machen.

Der Schmäh rennt und die Traube rollt! Der Ansporn jedes Jahr ist die Erwartung auf einen guten neuen Jahrgang.

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